Was ist ein Regierapport?
Ein Regierapport (auch Regieschein oder Stundennachweis) ist ein Dokument, das Arbeiten außerhalb des ursprünglichen Auftrags festhält. Der Kunde hat Mehrarbeit verlangt – eine zusätzliche Wand verputzen, ein Rohr verlegen, eine Stunde mehr Aushub. Diese Arbeiten gehen nicht aus dem Hauptauftrag hervor. Ohne schriftlichen Nachweis ist Abrechnung Glücksache.
Rechtlich ist der Regierapport kein Vertrag, aber ein starkes Beweismittel. Nach § 631 BGB schuldet der Auftragnehmer den vereinbarten Erfolg – was genau vereinbart war, beweist im Streitfall, wer die bessere Dokumentation hat.
Wann brauchst du ihn?
Immer wenn Arbeiten entstehen, die nicht im Hauptvertrag stehen:
- Unvorhergesehene Schäden (Schimmel hinter der Wand, defekte Rohre)
- Kundenwunsch vor Ort („Können Sie mal kurz...")
- Verlängerungen der Arbeitszeit durch Fremdverschulden
- Material, das spontan nachbestellt werden musste
Die Faustregel: Sobald du etwas machst, wofür du kein schriftliches Angebot abgegeben hast, brauchst du einen Regierapport.
Was muss drinstehen?
Ein vollständiger Regierapport enthält:
- Datum und Baustelle (Adresse des Objekts)
- Name des Kunden und des ausführenden Betriebs
- Beschreibung der Arbeiten – so konkret wie möglich
- Stunden je Mitarbeiter und Stundensatz
- Eingesetztes Material mit Mengen und Einzelpreisen
- Unterschrift des Kunden – das ist der entscheidende Punkt
Warum die Unterschrift so wichtig ist
Ohne Unterschrift ist ein Regierapport nur deine Aussage gegen die des Kunden. Mit Unterschrift ist er ein einseitiges Anerkenntnis des Kunden, dass die beschriebenen Arbeiten stattgefunden haben. Nicht jedes Gericht wertet das als vollständige Zahlungspflicht, aber die Beweislast verschiebt sich deutlich zu deinen Gunsten.
Lass deshalb immer direkt vor Ort unterschreiben – bevor der Kunde das Handy wegsteckt und drei Wochen später behauptet, er habe das nie beauftragt. Mit der Sprechnung-App kannst du den Kunden direkt auf dem Bildschirm unterschreiben lassen und das PDF sofort per WhatsApp teilen.
Was du nicht tun solltest
- Regiebericht erst Tage später ausfüllen – Details werden unscharf, Unterschrift fehlt
- Nur mündlich absprechen und auf Vertrauen setzen – das kostet Geld
- Pauschal schreiben „diverse Zusatzarbeiten" – zu unkonkret für eine Rechnung
- Den Bericht nicht an die Schlussrechnung anhängen – dann ist der Zusammenhang unklar
So einfach geht es mit Sprechnung
In der Sprechnung-App gibt es einen eigenen Regierapport-Flow: Du sprichst die Zusatzarbeiten ein, die KI extrahiert Positionen und Mengen, du lässt den Kunden direkt auf dem Handy unterschreiben – und das PDF landet sofort auf deinem Gerät, bereit zum Versand. Kein Zettelwirtschaft, kein vergessenes Nachbuchen.